Englisch ist mehr als eine Sprache!
Englisch verbindet, hilft andere zu verstehen und verstanden zu werden.
Im Ausland, im Internet oder in der Arbeitswelt hat sich Englisch zur Standardsprache etabliert. Aus diesem Grund verbessern früh erlernte Sprachkenntnisse die späteren Berufschancen erheblich.
Kleine Kinder nehmen Fremdsprachen ohne Mühe auf und können sie später akzentfrei sprechen. Von diesem Vorteil sollten möglichst viele Kinder profitieren können. Im Übrigen fördert das Erlernen von Sprachen die gesamte geistige Entwicklung kleiner Kinder. Wie Hirnforscher nachweisen konnten, lässt der sehr frühe Erwerb einer Zweitsprache vielfältigere und zum Teil andere neuronale Verknüpfungen im Gehirn entstehen, die sich später positiv auswirken.
Eine Zweitsprache immersiv lernen
Eine Zweitsprache mit der Methode der Immersion (= „Sprachbad“, vom Englischen to immerse: eintauchen) lernen, bedeutet das Eintauchen in die Fremdsprache, ohne den Eingriff der Muttersprache. Dabei ist die neue Sprache die Umgangs- und Arbeitssprache.
Im immersiven Unterricht findet also Sachunterricht wie Mathematik, Mensch und Umwelt, Handarbeit usw. in einer Fremdsprache statt. Die Kinder erschliessen den Sinn des Gehörten aus dem Zusammenhang und aus den unterstützenden Gesten der Lehrkraft. Weil diese Methode sich eine Zweitsprache anzueignen dem Erlernen der Muttersprache sehr ähnlich ist erscheint sie auch Kindern ohne Vorkenntnisse natürlich. Die Zweitsprache wird ohne Zeit- oder Leistungsdruck gelernt und später akzentfrei gesprochen.
Zweisprachigkeit an der KiTs
Der entsprechende Faktor für das Gelingen des immersiven Unterrichts ist eine Umgebung, in der die Fremdsprache für die natürliche Kommunikation verwendet wird. Aus diesem Grund hat jede Klasse an der KiTs je eine Lehrkraft in deutscher und in englischer Sprache. Auch die mit der Betreuung betrauten Personen haben Englisch oder Deutsch als Muttersprache. Auf diese Weise wachsen die Kinder von Anfang an in die deutsche und englische Sprachwelt hinein, im Unterricht und im gemeinsamen Alltag. Die gelernte Zweitsprache wird somit auch zur Sinnes- und Gefühlssprache.
Zweisprachigkeit und Begabungsförderung
Für überdurchschnittlich begabte Kinder ist die Wissensvermittlung in einer Zweitsprache ein zusätzlicher Anreiz. Es hat sich gezeigt, dass in der Schule unterforderte Kinder besonders gut auf eine mehrsprachige Umgebung reagieren. Aus diesem Grund können bei uns auch Schüler ohne Vorkenntnisse der zweiten Sprache direkt in den Unterricht einbezogen werden. Natürlich wird darauf geachtet, dass das Kind die neue Situation als spielerische Herausforderung versteht und nicht als Belastung empfindet.
Eine zweite Sprache, sehr frühzeitig begonnen (Spielgruppe), fördert grundsätzlich die kognitive Entwicklung eines Kindes.
Oft gestellte Fragen
Ist ein Kind ohne Englisch-Kenntnisse nicht überfordert? Das Erlernen mehrerer Sprachen im Kindesalter erfordert keine besondere Begabung. Es genügt, in einer mehrsprachigen Familie aufzuwachsen, um später mehrere Sprachen akzentfrei sprechen zu können - ganz natürlich und ohne Überforderung. Fremdsprachen werden unter folgenden Voraussetzungen ohne Mühe gelernt: Der Kontakt mit der Sprache soll regelmässig und über eine längere Zeitspanne erfolgen, und der Kontakt soll vielfältig sein. All diese Voraussetzungen werden im immersiven Unterricht erfüllt. Da die Sprache nicht Gegenstand des Unterrichts ist, sondern lediglich der Kommunikation dient, wird das Lernen der Sprache den Kindern überlassen. Jedes lernt in seinem eigenen Tempo, ohne Erfolgsdruck.
Ist es nicht zu früh, schon in der Spielgruppe mit der Zweitsprache zu beginnen? Grundsätzlich gilt, je früher, desto besser! Wenn die Muttersprache altersgemäss entwickelt ist, fördert der Kontakt zu einer Zweitsprache die geistige Entwicklung des Kindes zusätzlich. Wenn die Kinder früh in Kontakt mit einer Sprache sind, lernen sie diese wie ihre Muttersprache, ohne Akzent. Weitere Sprachen werden ebenfalls besser aufgenommen. Ein normal begabtes Kind ist in der Lage, etwa alle 2 Jahre mit einer neuen Sprache zu starten.
Man hört oft, nur wer eine Sprache gut beherrscht, kann weitere Sprachen erlernen. Stimmt das? Diese Aussage trifft bei Kindern nicht zu, denn sie können nachweislich mehrere Sprachen gleichzeitig lernen. Später reden und schreiben sie in der Muttersprache genauso gut wie Kinder, die nur in einer Sprachumgebung aufgewachsen sind.
Können Kinder, die zu Hause schon zweisprachig aufwachsen, eine dritte Sprache in der Schule lernen? Ja, Kinder können mehr als zwei Sprachen gleichzeitig lernen. Dabei ist entscheidend, dass das Kind anfänglich die Sprache mit dem jeweiligen Umfeld oder mit einer bestimmten Bezugsperson verbindet. So kann das Kind die Sprachen auseinander halten.
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